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Forum "Sonstiges / Diverses" - Kritik an der Umsatzsteuer
Kritik an der Umsatzsteuer < Sonstiges / Diverses < Vorhilfe
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Kritik an der Umsatzsteuer: Frage (beantwortet)
Status: (Frage) beantwortet Status 
Datum: 19:15 Do 16.05.2013
Autor: Mimic

Aufgabe
Kritik an der Umsatzsteuer
Eigenschaften



Zeitliche Perspektive
    Nicht zuletzt aufgrund des einfachen Erhebungsverfahrens ist die USt eine der schnellsten Möglichkeiten des Staates, Steuern einzutreiben. Es ist zugleich vorteilhaft, eine periodische Kongruenz zwischen Markt- und Fiskalfinanzierung herzustellen, die mess- und spürbar ist.

Administrative Effizienz
    Die USt ist aus Sicht des Staates eine relativ bürokratiearme und damit erhebungseffiziente Abgabe. Sie bedarf keiner wesentlichen Erhebungsverwaltung, sondern der Erhebungsaufwand lässt sich hauptsächlich auf die Aufsicht beschränken. Damit steht ein relativ hoher Anteil der abgeführten USt tatsächlich dem Staatshaushalt zur Verfügung. Weil fast alle Wirtschaftstransaktionen von der USt betroffen sind, war bis in die 80er Jahre die Abführung dieser Steuer - insbesondere für kleinere Unternehmen - mit einem erheblichen Aufwand verbunden. In Deutschland war dies Anlass für die Gründung der DATEV im Jahr 1966.[3]

Selbststeuerung durch das Steuersubjekt
    Die USt ermöglicht dem Endabnehmer eine Steuerung der Eigenbelastung, die bei direkten Steuern nicht möglich ist. Wenn er mehr Güter am Markt abnimmt, wird er stärker belastet, wenn er weniger in Anspruch nimmt, wird er weniger belastet. Praktisch bedeutet das lediglich eine zeitliche Verzögerung der Belastung, da man sein zunächst zurückgelegtes (= gespartes) Geld irgendwann doch für den Gütererwerb ausgeben wird.

Einkommensunabhängiger Steuersatz
    Der Steuersatz richtet sich nach dem konsumierten Gut. Somit ist es mittels USt schwerer möglich, größere Einkommen überproportional zu belasten, wie dies etwa mittels Einkommensteuer geschieht. Diese überproportionale Belastung höherer Einkommen wird durch gespaltene Steuersätze erreicht: Waren, die lediglich von einkommensstarken Konsumenten erworben werden, werden mit einem höheren Steuersatz belegt. Dennoch bemängeln Kritiker, Bezieher niedriger Einkommen und Familien mit Kindern würden einen höheren Anteil ihres Einkommens für den Konsum ausgeben müssen und deshalb durch die USt überproportional belastet werden.[4] Andere halten dagegen wegen der niedrigeren Besteuerung des Grundbedarfs und unterschiedlicher Rückerstattung über die Sozialsysteme den sozialen Ausgleich für gegeben. Einige sehen diesen Aspekt sogar als Garant für mehr soziale Gerechtigkeit an, da er kaum Steuerflucht ermögliche und Steuerschlupflöcher stark einschränke.[5]

Auswirkung auf den Im- und Export
    Die USt wird bei Geltung des Herkunftslandprinzipes nicht auf Exportprodukte erhoben. Das gesamte Exportvolumen trägt somit nicht über die USt zur Staatsfinanzierung bei. Importprodukte dagegen unterliegen der (Einfuhr-)Umsatzsteuer. Der Export trägt damit nicht zu dem Steuerertrag des exportierenden Landes bei.

Konsumsteuer im Vergleich zur Faktorbesteuerung
    Die USt besteuert das Endprodukt des Produktionsprozesses. Die Faktorbesteuerung dagegen verteuert die Produktionsfaktoren, also die Produktentstehung. Die beiden Besteuerungsarten haben unterschiedlichen Einfluss auf die Produktivkräfte einer Volkswirtschaft. Da die Faktorbesteuerung der Produktentstehung entgegensteht und damit Produktivkräfte hemmt, ist diese nur bei der bewussten Zielsetzung einer Faktorvermeidung sinnvoll. Mit unserem gegenwärtigen System der Lohnnebenkosten und Lohnsteuer werden z. B. die Arbeitskosten sehr stark beeinflusst und wird Arbeitslosigkeit erzeugt. Hier hat eine Konsumsteuer eindeutige Vorteile gegenüber dem Besteuern des Faktors Arbeit. Grundsätzlich beeinflusst eine Faktorbesteuerung den Faktoreinsatz in den Unternehmen und bewirkt eine Faktorreduzierung durch die Unternehmen. Generell muss eine auf einen Faktor konzentrierte Besteuerung als problematisch angesehen werden, da dies zur Reduktion dieses Faktors und damit zur Reduktion der Staatseinnahmen führt. Unternehmen werden durch Faktorbesteuerung animiert, gegen den Staat zu arbeiten, weil sie durch Kostensenkung zwar ihren Wohlstand vermehren, aber gleichzeitig Staatseinnahmen verhindern können. Diesen entscheidenden Nachteil vermeidet die Konsumsteuer. Nur bedingt gilt dies für durch § 4 UStG steuerbefreite Unternehmen und deren Produkte. Da diese ihre Vorsteuer nicht geltend machen können, reichen sie diese in einem vermeintlich steuerfreien Umsatz weiter. Hierbei werden neben Privatkunden (die die USt in jedem Fall entrichten müssen) auch Unternehmen über Gebühr belastet, welche diese höheren Kosten dann wiederum an die Verbraucher weiterreichen.

Missbrauchsanfälligkeit
    Das gegenwärtige Umsatzsteuersystem ist sehr missbrauchsanfällig. So gehen dem Fiskus jährlich Milliarden durch so genannte Karussellgeschäfte verloren. Laut Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung soll es für 2007 Umsatzsteuerausfälle in Höhe von insgesamt 14 Mrd. € gegeben haben. Die Ausfallquote soll im Jahr 2005 erstmals leicht rückläufig gewesen sein; dieser Trend soll sich auch 2006 fortgesetzt haben. Die Ausfallquote für 2006 habe bei 9,5 %, 2007 bei 7,5 % gelegen.[6]

Missbrauchsausgleich
    Unabhängig davon hat die USt den Vorteil, dass sie auch bei Erträgen aus Schwarzarbeit und Schwarzgeld (bei beiden wird ja die direkte Besteuerung vermieden) anfällt, wenn sie auch durch eine steuerverkürzende Ohne-Rechnung-Abrede v.a. im Zusammenhang mit Schwarzgeschäften häufig umgangen wird.
Verlagerung von den Ertragsteuern zu den Verkehrsteuern
    In einigen Ländern (z. B. Italien) gibt es eine starke Tendenz, direkte Steuern zu senken und indirekte Steuern zu erhöhen, dies steigert die Nettoeinkommen, ermöglicht eine leichtere Umsetzung des Lohnabstandsgebotes, erhöht die Anreize zum Geldverdienen und senkt die Konsumptionsneigung. Sofern die Einkommensteuer keine Kopfsteuer oder eine Flat Tax ist, lassen sich dadurch Steuerüberbelastungen (Stichwort Kalte Progression, Ausbluten des Mittelstandes) einzelner Bevölkerungsgruppen vermeiden.


Breitere Bemessungsgrundlage
    Der USt sind i. d. R. alle Konsumenten gleichermaßen unterworfen. Bei der Besteuerung von Einkommen bestehen demgegenüber Unterschiede je nach Einkommensart, Einkommenshöhe und Einkommensbezieher (Verheiratet vs. Nichtverheiratet z. B.). So wird Einkommen aus Kapital, aus der Veräußerung von Immobilien, aus der Rente, aus unselbständiger Arbeit, aus Arbeit bei einem Arbeitgeber einer europäischen Institution usw… unterschiedlich besteuert. Die Folge einer breiten Bemessungsgrundlage besteht darin, dass z. B. statt einer Anhebung einer Steuer mit nur einer kleinen Basis von ca. 10 Prozentpunkte nur eine Anhebung von beispielsweise einem Prozentpunkt notwendig ist, um denselben fiskalischen Effekt zu erreichen.

Niedrigere Nettotransferrate
    Die USt senkt die Nettotransferhöhe an Transfereinkommensbezieher hier seien insbesondere Pensionäre, Rentner, Arbeitslose und Kinder (Kindergeld) zu nennen. Dies ermöglicht nominal die Höhe des Transfers beizubehalten, zugleich aber die Kosten für die Gesellschaft schulterbar zu halten. Insbesondere die nordischen Länder (z. B. Schweden) nutzen diesen Effekt und haben einen entsprechend hohen Umsatzsteuersatz.

Kann mir jemand die Kritikpunkte an der Umsatzsteuer erklären ?

Wikipedia listet einige Kritikpuntke auf, aber ich verstehe einfach nicht, was das heißt, weils so komplex beschrieben wird ;)

http://de.wikipedia.org/wiki/Umsatzsteuer

Wenn mir jemand helfen könnten, wäre das super lieb, und lieben Dank

        
Bezug
Kritik an der Umsatzsteuer: Antwort
Status: (Antwort) fertig Status 
Datum: 11:41 Fr 17.05.2013
Autor: Josef

Hallo Mimic,

> Kritik an der Umsatzsteuer
>  Eigenschaften
>  
>
>
> Zeitliche Perspektive
>      Nicht zuletzt aufgrund des einfachen
> Erhebungsverfahrens ist die USt eine der schnellsten
> Möglichkeiten des Staates, Steuern einzutreiben. Es ist
> zugleich vorteilhaft, eine periodische Kongruenz zwischen
> Markt- und Fiskalfinanzierung herzustellen, die mess- und
> spürbar ist.


Die Umsatzsteuer (USt) entsteht mit allen Lieferungen und Leistungen, die ein Unternehmer gegen Entgelt im Inland ausführt. Steuerträger ist der  Endverbraucher, auf dem die USt abgewälzt wird. Die USt ist daher eine indirekte Steuer.

Die USt ist nach der Einkommensteuer und Lohnsteuer die  vom Aufkommen her wichtigste Steuer in Deutschland.  In der Praxis wird die USt (Zahllast) im Rahmen der monatlichen bzw. vierteljährlich abzugebenden Umsatzsteuervoranmeldung ermittelt. Nach Ablauf eines Kalenderjahres muss eine Jahresumsatzsteuererklärung abgegeben werden. Ergibt sich dabei eine Restschuld, muss diese innerhalb eines Monats beglichen werden.



Viele Grüße
Josef

Bezug
        
Bezug
Kritik an der Umsatzsteuer: Antwort
Status: (Antwort) fertig Status 
Datum: 13:10 Fr 17.05.2013
Autor: Josef

Hallo Mimic,

> Kritik an der Umsatzsteuer
>  Eigenschaften
>  
>

>  
> Administrative Effizienz
>      Die USt ist aus Sicht des Staates eine relativ
> bürokratiearme und damit erhebungseffiziente Abgabe. Sie
> bedarf keiner wesentlichen Erhebungsverwaltung, sondern der
> Erhebungsaufwand lässt sich hauptsächlich auf die
> Aufsicht beschränken. Damit steht ein relativ hoher Anteil
> der abgeführten USt tatsächlich dem Staatshaushalt zur
> Verfügung. Weil fast alle Wirtschaftstransaktionen von der
> USt betroffen sind, war bis in die 80er Jahre die
> Abführung dieser Steuer - insbesondere für kleinere
> Unternehmen - mit einem erheblichen Aufwand verbunden. In
> Deutschland war dies Anlass für die Gründung der DATEV im
> Jahr 1966.[3]
>  

Die Umsatzsteuer (oder auch Mehrwertsteuer) wird auf (fast) jeden getätigten Umsatz fällig, also immer dann, wenn Waren oder Leistungen verkauft werden. Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer ist das Entgelt, das heißt, alles was der Leistungsempfänger aufwendet, um die Leistung zu erhalten. Eine aufwändige oder komplizierte Berechnung der Umsatzsteuer unterbleibt insoweit. Die Erhebung und Abführung der USt ist verhältnismäßig einfach. Das Steueraufkommen steht dem Bund und den Ländern gemeinsam zu. Die Anteile werden durch Bundesgesetz festgelegt.


Viele Grüße
Josef

Bezug
        
Bezug
Kritik an der Umsatzsteuer: Antwort
Status: (Antwort) fertig Status 
Datum: 13:25 Fr 17.05.2013
Autor: Josef

Hallo Mimic,

> Kritik an der Umsatzsteuer
>  Eigenschaften
>  
>  
> Selbststeuerung durch das Steuersubjekt
>      Die USt ermöglicht dem Endabnehmer eine Steuerung der
> Eigenbelastung, die bei direkten Steuern nicht möglich
> ist. Wenn er mehr Güter am Markt abnimmt, wird er stärker
> belastet, wenn er weniger in Anspruch nimmt, wird er
> weniger belastet. Praktisch bedeutet das lediglich eine
> zeitliche Verzögerung der Belastung, da man sein zunächst
> zurückgelegtes (= gespartes) Geld irgendwann doch für den
> Gütererwerb ausgeben wird.
>  


Die USt ist eine indirekt Steuer.
Indirekte Steuern werden durch Preisaufschlag auf die Verbraucher abgewälzt (z. B. Mehrwertsteuer). Bei jedem Kauf einer Ware oder Inanspruchnahme einer Dienstleistung wird die USt erhoben. Der Endverbraucher (Käufer) entscheide somit selber mit jedem Kauf einer Ware oder  mit der Inanspruchnahme einer Dienstleistung seine Umsatzsteuerbelastung. Ist der Kaufpreis niedrig, ist auch die USt-Belastung niedrig. Je höher der Kaufpreis beträgt, desto höher ist auch die USt-Zahlung. Der Käufer kann insoweit einen Einfluss auf die Höhe der USt-Zahlung nehmen.

Viele Grüße
Josef

Bezug
        
Bezug
Kritik an der Umsatzsteuer: Antwort
Status: (Antwort) fertig Status 
Datum: 14:11 Fr 17.05.2013
Autor: Josef

Hallo Mimic,

> Kritik an der Umsatzsteuer
>  Eigenschaften
>  
>
>

> Einkommensunabhängiger Steuersatz
>      Der Steuersatz richtet sich nach dem konsumierten Gut.
> Somit ist es mittels USt schwerer möglich, größere
> Einkommen überproportional zu belasten, wie dies etwa
> mittels Einkommensteuer geschieht. Diese überproportionale
> Belastung höherer Einkommen wird durch gespaltene
> Steuersätze erreicht: Waren, die lediglich von
> einkommensstarken Konsumenten erworben werden, werden mit
> einem höheren Steuersatz belegt. Dennoch bemängeln
> Kritiker, Bezieher niedriger Einkommen und Familien mit
> Kindern würden einen höheren Anteil ihres Einkommens für
> den Konsum ausgeben müssen und deshalb durch die USt
> überproportional belastet werden.[4] Andere halten dagegen
> wegen der niedrigeren Besteuerung des Grundbedarfs und
> unterschiedlicher Rückerstattung über die Sozialsysteme
> den sozialen Ausgleich für gegeben. Einige sehen diesen
> Aspekt sogar als Garant für mehr soziale Gerechtigkeit an,
> da er kaum Steuerflucht ermögliche und
> Steuerschlupflöcher stark einschränke.[5]
>  



Nach dem Ust-Gesetz  gibt es zwei Steuersätze: Der allgemeine Steuersatz, dem die meisten Umsätze unterliegen, beträgt 19 %, der ermäßigt Steuersatz 7 %.

Der ermäßigte Steuersatz gilt insbesondere für die Lieferung, die Einfuhr und den innergemeinschaftliche Erwerb von fast allen Lebensmitteln (Getränke und Gaststättenumsätze sind davon allerdings ausgenommen) sowie unter anderem  für die Umsätze von Büchern und Zeitungen, für den öffentlichen Personennahverkehr und für Filmvorführungen. Die Umsatzsteuer ist in ihrer wirtschaftlichen Wirkung eine allgemeine  Verbrauchsteuer. Hierdurch unterscheidet unterscheidet sie sich von der Einkommensteuer bzw. Lohnsteuer, die auf die individuelle Leistungsfähigkeit des einzelnen Rücksicht nehmen.

Insofern ist die USt eine gerechte Abgabebelastung. Jeder Konsument wird gleich hoch belastet. Steuerschlupflöcher und Steuerflucht sind kaum möglich. Bezieher niedriger Einkommen und Familien mit Kindern werden durch die persönliche Veranlagung zur Einkommensteuer durch den progressiven Einkommensteuertarif entlastet. Der Aufbau des Einkommensteuertarifs wird wesentlich dadurch bestimmt, dass die Steuerbelastung sowohl dem Finanzbedarf des Staates als auch – unter dem Gesichtspunkt der steuerlichen Gerechtigkeit und aus sozialen Gründen – der Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen angepasst sein muss.


Viele Grüße
Josef

Bezug
        
Bezug
Kritik an der Umsatzsteuer: Antwort
Status: (Antwort) fertig Status 
Datum: 15:05 Fr 17.05.2013
Autor: Josef

Hallo Mimic,

> Kritik an der Umsatzsteuer
>  Eigenschaften
>  

> Auswirkung auf den Im- und Export
>      Die USt wird bei Geltung des Herkunftslandprinzipes
> nicht auf Exportprodukte erhoben. Das gesamte Exportvolumen
> trägt somit nicht über die USt zur Staatsfinanzierung
> bei. Importprodukte dagegen unterliegen der
> (Einfuhr-)Umsatzsteuer. Der Export trägt damit nicht zu
> dem Steuerertrag des exportierenden Landes bei.
>  


Die Ausfuhrlieferungen und innergemeinschaftliche Lieferungen sind von der USt befreit, der Vorsteuerabzug bleibt jedoch erhalten. Abziehbar als Vorsteuer ist auch die Einfuhrumsatzsteuer, die der Unternehmer bei der Wareneinfuhr aus Nicht-EU-Staaten an das Zollamt  entrichtet hat.


Viele Grüße
Josef

Bezug
        
Bezug
Kritik an der Umsatzsteuer: Antwort
Status: (Antwort) fertig Status 
Datum: 15:31 Fr 17.05.2013
Autor: Josef

Hallo Mimic,

> Kritik an der Umsatzsteuer
>  Eigenschaften
>  
>

> Konsumsteuer im Vergleich zur Faktorbesteuerung
>      Die USt besteuert das Endprodukt des
> Produktionsprozesses. Die Faktorbesteuerung dagegen
> verteuert die Produktionsfaktoren, also die
> Produktentstehung. Die beiden Besteuerungsarten haben
> unterschiedlichen Einfluss auf die Produktivkräfte einer
> Volkswirtschaft. Da die Faktorbesteuerung der
> Produktentstehung entgegensteht und damit Produktivkräfte
> hemmt, ist diese nur bei der bewussten Zielsetzung einer
> Faktorvermeidung sinnvoll. Mit unserem gegenwärtigen
> System der Lohnnebenkosten und Lohnsteuer werden z. B. die
> Arbeitskosten sehr stark beeinflusst und wird
> Arbeitslosigkeit erzeugt. Hier hat eine Konsumsteuer
> eindeutige Vorteile gegenüber dem Besteuern des Faktors
> Arbeit. Grundsätzlich beeinflusst eine Faktorbesteuerung
> den Faktoreinsatz in den Unternehmen und bewirkt eine
> Faktorreduzierung durch die Unternehmen. Generell muss eine
> auf einen Faktor konzentrierte Besteuerung als
> problematisch angesehen werden, da dies zur Reduktion
> dieses Faktors und damit zur Reduktion der Staatseinnahmen
> führt. Unternehmen werden durch Faktorbesteuerung
> animiert, gegen den Staat zu arbeiten, weil sie durch
> Kostensenkung zwar ihren Wohlstand vermehren, aber
> gleichzeitig Staatseinnahmen verhindern können. Diesen
> entscheidenden Nachteil vermeidet die Konsumsteuer. Nur
> bedingt gilt dies für durch § 4 UStG steuerbefreite
> Unternehmen und deren Produkte. Da diese ihre Vorsteuer
> nicht geltend machen können, reichen sie diese in einem
> vermeintlich steuerfreien Umsatz weiter. Hierbei werden
> neben Privatkunden (die die USt in jedem Fall entrichten
> müssen) auch Unternehmen über Gebühr belastet, welche
> diese höheren Kosten dann wiederum an die Verbraucher
> weiterreichen.
>  

"Verbrauchsteuern, Steuern, die auf Verkauf und Konsum bestimmter Waren erhoben werden. Verbrauchsteuern sind feste, absolute Belastungen, die normalerweise erhoben werden, um Staatseinnahmen zu erzielen. Die Steuerlast trägt dabei der Verbraucher im Verhältnis zum Kaufpreis. Die Erhebung dieser Steuer kann entweder direkt beim Endverbraucher (die kaum übliche Konsumsteuer) oder beim Verkauf (als Umsatzsteuer) stattfinden. Praxis ist es auch Verbrauchsteuern als Produktionssteuer einzuziehen, wie dies z. B. bei der Tabak-, Branntwein- und Mineralölsteuer der Fall ist."


Quelle:
Microsoft® Encarta® Enzyklopädie Professional 2003 © 1993-2002 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.


Viele Grüße
Josef

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Kritik an der Umsatzsteuer: Antwort
Status: (Antwort) fertig Status 
Datum: 15:54 Fr 17.05.2013
Autor: Josef

Hallo Mimic,

> Kritik an der Umsatzsteuer
>  Eigenschaften
>  
>

> Missbrauchsanfälligkeit
>      Das gegenwärtige Umsatzsteuersystem ist sehr
> missbrauchsanfällig. So gehen dem Fiskus jährlich
> Milliarden durch so genannte Karussellgeschäfte verloren.
> Laut Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung soll es für
> 2007 Umsatzsteuerausfälle in Höhe von insgesamt 14 Mrd.
> € gegeben haben. Die Ausfallquote soll im Jahr 2005
> erstmals leicht rückläufig gewesen sein; dieser Trend
> soll sich auch 2006 fortgesetzt haben. Die Ausfallquote
> für 2006 habe bei 9,5 %, 2007 bei 7,5 % gelegen.[6]
>



"Karussellgeschäft,

Variante des Umsatzsteuerbetrugs, bei der die Umsatzsteuerfreiheit für Lieferungen über die Grenzen des EU-Binnenmarktes sowie die Tatsache ausgenutzt werden, dass der Vorsteuerabzug anhand vorgelegter Rechnungen geltend gemacht werden kann, bevor eigene Umsätze erbracht und erklärt werden. Die Betrüger bauen grenzüberschreitende Lieferketten, die nach folgendem Muster agieren: Eine Zwischengesellschaft liefert Waren steuerbefreit an eine Scheinfirma (Missing Trader) in einem anderen Mitgliedsstaat, diese verkauft die Waren im Inland an einen Broker oder andere zwischengeschaltete Mittelsmänner (Buffer) und meldet die Umsatzsteuer für diese Lieferung an, führt sie aber nicht ab. Das Finanzamt zahlt die Vorsteuer aus, ohne die dieser Vorsteuer entsprechende Umsatzsteuer vom inzwischen untergetauchten oder zahlungsunfähigen Missing Trader einziehen zu können. Dieses Geschäft lässt sich mehrfach wiederholen, indem der Broker erneut eine steuerbefreite Lieferung an die Zwischengesellschaft anmeldet. Ermöglicht werden Karussellgeschäfte, weil die Umsatzsteuer innerhalb der EU nicht im Ursprungs-, sondern im Bestimmungsland der Waren und Dienstleistungen entrichtet werden muss."

Quelle:
Der Brockhaus; (c) wissenmedia GmbH, 2010



Viele Grüße
Josef

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Kritik an der Umsatzsteuer: Antwort
Status: (Antwort) fertig Status 
Datum: 15:57 Fr 17.05.2013
Autor: Josef

Hallo Mimic,

> Kritik an der Umsatzsteuer
>  Eigenschaften
>  
>

> Missbrauchsausgleich
>      Unabhängig davon hat die USt den Vorteil, dass sie
> auch bei Erträgen aus Schwarzarbeit und Schwarzgeld (bei
> beiden wird ja die direkte Besteuerung vermieden) anfällt,
> wenn sie auch durch eine steuerverkürzende
> Ohne-Rechnung-Abrede v.a. im Zusammenhang mit
> Schwarzgeschäften häufig umgangen wird.
>  Verlagerung von den Ertragsteuern zu den Verkehrsteuern
>      In einigen Ländern (z. B. Italien) gibt es eine
> starke Tendenz, direkte Steuern zu senken und indirekte
> Steuern zu erhöhen, dies steigert die Nettoeinkommen,
> ermöglicht eine leichtere Umsetzung des
> Lohnabstandsgebotes, erhöht die Anreize zum Geldverdienen
> und senkt die Konsumptionsneigung. Sofern die
> Einkommensteuer keine Kopfsteuer oder eine Flat Tax ist,
> lassen sich dadurch Steuerüberbelastungen (Stichwort Kalte
> Progression, Ausbluten des Mittelstandes) einzelner
> Bevölkerungsgruppen vermeiden.
>  


Um Missbrauch vorzubeugen und zur Bekämpfung von Schwarzarbeit werden als weitere Voraussetzungen für die Abzugsfähigkeit eine Rechnung und als zusätzlicher Nachweis der Zahlung ein Kontobeleg gefordert.


Viele Grüße
Josef

Bezug
        
Bezug
Kritik an der Umsatzsteuer: Antwort
Status: (Antwort) fertig Status 
Datum: 16:04 Fr 17.05.2013
Autor: Josef

Hallo Mimic,

> Kritik an der Umsatzsteuer
>  Eigenschaften
>  
>

> Breitere Bemessungsgrundlage
>      Der USt sind i. d. R. alle Konsumenten gleichermaßen
> unterworfen. Bei der Besteuerung von Einkommen bestehen
> demgegenüber Unterschiede je nach Einkommensart,
> Einkommenshöhe und Einkommensbezieher (Verheiratet vs.
> Nichtverheiratet z. B.). So wird Einkommen aus Kapital, aus
> der Veräußerung von Immobilien, aus der Rente, aus
> unselbständiger Arbeit, aus Arbeit bei einem Arbeitgeber
> einer europäischen Institution usw… unterschiedlich
> besteuert. Die Folge einer breiten Bemessungsgrundlage
> besteht darin, dass z. B. statt einer Anhebung einer Steuer
> mit nur einer kleinen Basis von ca. 10 Prozentpunkte nur
> eine Anhebung von beispielsweise einem Prozentpunkt
> notwendig ist, um denselben fiskalischen Effekt zu
> erreichen.
>  


Mit der Umsatzsteuer wird grundsätzlich der gesamte private und öffentliche Verbrauch (d.h. vom Letztverbraucher erworbene Güter und in Anspruch genommene Dienstleistungen) belastet. Hierdurch unterscheidet sie sich von der Einkommen- bzw. Lohnsteuer, die auf die individuelle Leistungfähigkeit des einzelnen Steuerpflichtigen Rücksicht nehmen.


Viele Grüße
Josef

Bezug
        
Bezug
Kritik an der Umsatzsteuer: Antwort
Status: (Antwort) fertig Status 
Datum: 16:11 Fr 17.05.2013
Autor: Josef

Hallo Mimic,

> Kritik an der Umsatzsteuer
>  Eigenschaften
>  
>

> Niedrigere Nettotransferrate
>      Die USt senkt die Nettotransferhöhe an
> Transfereinkommensbezieher hier seien insbesondere
> Pensionäre, Rentner, Arbeitslose und Kinder (Kindergeld)
> zu nennen. Dies ermöglicht nominal die Höhe des Transfers
> beizubehalten, zugleich aber die Kosten für die
> Gesellschaft schulterbar zu halten. Insbesondere die
> nordischen Länder (z. B. Schweden) nutzen diesen Effekt
> und haben einen entsprechend hohen Umsatzsteuersatz.
>  Kann mir jemand die Kritikpunkte an der Umsatzsteuer
> erklären ?
>  



"Netto-Allphasen-Umsatzsteuer mit Vorsteuerabzug
Die Umsatzsteuer wird in ihrer derzeitigen Ausgestaltung als Netto-Allphasen-Umsatzsteuer mit Vorsteuerabzug bezeichnet. Dies folgt daraus, dass eine Besteuerung in
jedem Stadium der Wertschöpfung vorgesehen ist (Allphasensteuer). Auf der anderen Seite wird durch den Abzug der Vorsteuer erreicht, dass nur die Schöpfung des
Mehrwertes effektiv besteuert wird. Schließlich gilt als Bemessungsgrundlage der Netto-Betrag und die im Preis enthaltene Umsatzsteuer ist zuvor herauszurechnen.
Beispiel
Zulieferer Z verkauft an den Produzenten P Rohstoffe für 15 €. P stellt daraus eine Ware her, die er dem Großhändler G für 60 € liefert. Dieser verkauft die Ware an den
Einzelhändler E zu 75 €. Einzelhändler E schließlich veräußert diese Ware an den Endverbraucher für 100 €."


[]Quelle


Viele Grüße
Josef

Bezug
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